STÄDTEBAULICHER  ENTWURF  FISCHERINSEL / PLANWERK INNENSTADT
BEWERTUNGSFRAGEN ZUR ENTWURFSSTRATEGIE (TEIL2)

2. Die zweite notwendige Voraussetzung für einen "Dialogischen Stadtumbau" liegt in der Sprachfähigkeit der sich am Dialog Beteiligten. Was aber, wenn der eine Teilnehmer aus verschiedenen geschichtlichen - evolutionären - Gründen keine Sprachlichkeit entwickeln konnte oder sie verlernt hat? Ist die Bebauung, wie sie sich heute auf der Fischerinsel ganz konkret zeigt, ein adäquater sprachlicher Ausdruck der Stadt der Moderne oder ist das Konzept dieser Stadt hier selber nur rudimentär vorhanden beziehungsweise bis zur Unkenntlichkeit deformiert? Ist es deshalb so einfach, diese Stadtgebiete als leer, trist und unfertig zu bezeichnen? Kann die konkret gebaute Stadt der Moderne - so wie sie sich auf der Fischerinsel zeigt - vielleicht deshalb nicht sprechen, weil sie noch gar nicht fertig gebaut worden ist?

 

3. Ist die Stadt der Moderne überhaupt dialogfähig? Die Radikalität mit der die Stadt der Moderne der traditionellen Stadt entgegentrat zeigte auf jeden Fall ihre im Kern angelegte Dialogunwilligkeit.

 

Bebauungsplan Fischerinsel 1965 / Kollektiv Näther, Schweizer, Zache

 

Entwurfsstrategie Fischerinsel / Planwerk Innenstadt