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"So wird das Rom, aus der Zeit der Kaiser oder der Päpste, hart oder weich, hier als eine Art Modell vorgestellt, das als Alternative zum katastrophalen Städtebau des social engineering und des totalen Entwurfs betrachtet werden kann. Denn wenn wir auch zugeben, daß es sich hier um die Produkte einer bestimmten Topographie und zweier besonderer, wenn auch nicht völlig trennbarer Kulturen handelt, nehmen wir doch auch an, daß wir eine Form der Auseinandersetzung vor uns haben, die der Allgemeingültigkeit nicht entbehrt. Das heißt: Indessen die physische Erscheinungsform und die Politik Roms vielleicht das anschaulichste Beispiel von zusammenprallenden Feldern und von in Zwischenräumen liegenden Trümmern liefert, gibt es ruhigere Versionen entsprechender Belange, die nicht schwer zu finden sind" (Rowe/Koetter 1978,S.162). Bei der Bricolage und der Collision City ist aber noch nicht geklärt, wie die Teile der Stadt, d.h. die Häuser, aufeinander treffen. D.h. die Frage der Form, der Gestalt ist damit noch nicht gelöst. Rowe/Koetter ziehen sich dabei auf das künstlerische Verfahren der Collage zurück, die sie v.a. bei Picasso anschaulich vorführen.
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"Bei Picassos Werk fragt man: Was ist falsch und was ist wahr? Was ist alt und was ist "von heute"? Und aus der Unfähigkeit, eine halbwegs angemessene Antwort in dieser angenehmen Schwierigkeit zu finden, ist man schließlich gezwungen, das Problem zusammengesetzter Präsenz in Begriffen der Collage zu beschreiben" (Rowe/Koetter 1978,S.202). Wie schon vorher bei Sitte und Rossi wird die Stadt als Kunstwerk gesehen. Die Anordnung der Teile folgt in Analogie zu einem künstlerischen Verfahren: "Wir möchten nahe legen, daß eine Collagemethode, eine Methode, bei der Gegenstände aus ihrem Kontext zwangsweise herausgehoben oder gelockt werden - gegenwärtig -, die einzige Art ist, sich mit den fundamentalen Problemen von Utopie und Tradition, mit den einen oder andern oder mit beiden, auseinander zusetzen; und der Herkunft der architektonischen Objekte, die in die soziale Collage eingefügt werden, braucht man keine große Bedeutung zu geben. Das hat mit Geschmack und Überzeugung zu tun" (Rowe/Koetter 1978,S.211). Ziel ist es immer dabei, "die Stadt zu bewahren (und damit auch die Demokratie), indem wir ihr große Infusionen von Metaphern, Analogiedenken, Mehrdeutigkeit zukommen lassen" (Rowe/Koetter 1978,S.170). |
Wie viel verschiedene Objekte sind jedoch in der Stadt möglich, damit sie noch lesbar bleibt, d.h. wie verworren kann der Text der Stadt sein, um trotzdem noch lesbar zu bleiben? Oder anders formuliert: das Problem der (rückläufigen) Stimmigkeit einer solchen ornamentalen Ordnung muss jeder einzelne Eingriff in die Stadt selbst lösen. |