DER MALERISCHE STÄDTEBAU - CAMILLO SITTE |
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Dabei orientiert sich Sitte nicht an weiteren technischen Problemstellungen, sondern am Stadt-Bild. Er unterstreicht die Wirkung der einzelnen Stadtelemente, wobei er sich an alten Platz- und Stadtanlagen, die er in Österreich, Deutschland, Italien und Frankreich selbst gesehen und |
skizziert hat, orientiert und versucht daraus einige Regeln zu erschließen:"Da schien es denn angezeigt, einmal den Versuch zu wagen, eine Menge schöner alter Platz- und überhaupt Stadtanlagen auf die Ursachen der schönen Wirkung hin zu untersuchen, weil die Ursachen, richtig erkannt, dann eine Summe von Regeln darstellen würden, bei deren Befolgung dann ähnliche treffliche Wirkungen erzielt werden müssten" (Sitte 1889,S.VII). Das Ideal seiner Vorstellungen bilden die antiken Foren. Auch wenn sich die Nutzung des öffentlichen Raumes mit der Zeit verändert hat, indem alle antiken öffentlichen Versammlungsorte unter freiem Himmel verortet waren und nun ein Trend zur Abwanderung solcher Funktionen in geschlossene Gebäude festzustellen ist (Stichwort: Markthallen), sind schon hier drei wichtige Regeln für eine wirkungsvolle Platzgestaltung zu finden: 1.Strenge Abgeschlossenheit des
Raumes |
Wenn für Sitte "das Forum für die ganze Stadt dasselbe, was für ein einzelnes Familienhaus das Atrium ist, der wohleingerichtete, gleichsam reich möblierte Hauptsaal" (Sitte 1889,S.10) ist, so erscheint hier Albertis Metapher von dem Haus als kleine Stadt wider. Camillo Sittes Arbeitsmethode
bildet die Figur-Grund-Untersuchung. Die Frage nach der Wirkung des Objektes im
Raum wird fast ausschließlich in der Grundrissebene abgehandelt, und es ergeben
sich folgende typischen Pläne:
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