STÄDTEBAULICHER ENTWURF FISCHERINSEL / PLANWERK INNENSTADT BEWERTUNGSFRAGEN ZUR ENTWURFSSTRATEGIE (TEIL1) |
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Ein "Dialogischer Stadtumbau" kann nur dann ein fruchtbarer Dialog sein, d.h. ein Dialog der andere Dialoge anschließen lässt, wenn beide Dialogpartner auch 1. in der konkreten Situation physisch vorhanden, 2. sprach- und 3. dialogfähig sind. 1. Der "dialogische Stadtumbau" funktioniert nur auf der Ebene der vergröberten Gesamtplanungen. Angewendet auf kleinere konkrete Areale in der Stadt versagt er jedoch. Dann verliert die Strategie ihre wegweisende Kraft, wie die Autoren selber anmerken:" Wie das geschehen kann, ist in jedem Stadtgebiet, an jedem Ort neu herauszufinden, es kann dafür keine allgemeine Regel geben. Ein wesentliches Mittel der Annäherung an die Qualität des Historischen besteht gerade darin, die unterschiedlichen Stadtviertel, die unterschiedlichen Orte wahrnehmbar zu machen". Dass das Primat der Wahrnehmung als Entscheidungskriterium nicht durchgehalten wird, ist aber gerade auf der Fischerinsel zu sehen. Dort ist nämlich von der historischen Stadtstruktur nichts mehr wahrnehmbar. An ihren Rändern bricht jede Kontinuität mit der Geschichte der traditionellen Stadt ab. Wie geht aber "Dialogischer Stadtumbau" mit solch einem Ort um? Er muss das Primat der Wahrnehmung wieder fallen lassen:" Das Planwerk Innenstadt geht von einem Konzept historischer Schichten aus, das einen Ort auch dann, wenn er weitgehend leergeräumt ist, als Überlagerung unterschiedlicher prägnanter historischer Zustände auffasst". Damit müssen sich die Autoren auf "Nachrichten an eine kognitiv gesteuerte Intelligenz, denen jede einigermaßen selbstbewusste Wahrnehmung widerspricht" zurückziehen, die sie an anderer Stelle noch so sehr kritisiert hatten. |
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