AUF DER SUCHE NACH  ZEITLICHKEIT IN  DER ORDNUNG

Die Auffassung Diener & Dieners, daß Stadt eine Konstellation von Häusern ist, scheint jedoch den sich ständig wechselnden "Erfahrungsraum Stadt" zu stark einzuschränken. Der Rückgang auf das Haus als kleinstes Element der Stadt, das in ganz bestimmten Konstellationen dann Stadt bildet, bleibt dem Rossi’schen Gedanken der alten europäischen Stadt stark verhaftet. In ihm klingt das statisch, schwere und träge der europäischen Stadt mit, welches sich dann auch auf das Haus niederschlägt: Das Haus wird wieder schwer, massiv, unverrückbar. Doch gerade der Begriff der Konstellation deutet ja schon zeitliche Bedingtheit, ständiges Wechseln und Bewegung an. Wie ist aber eine Konstellation, die sich selber als zeitlich bedingt weiß, architektonisch zu formulieren? Wie kann ein räumliches Jetzt erfahren werden ? 

Diener&Diener, Bürohaus Hochstraße/Basel